
Das Foto, das du oben siehst, ist kein Kunstprojekt. Es ist eine echte Aufstellung – mit Playmobil-Figuren, Steinen und einem Holztisch. Und trotzdem – oder gerade deshalb – hat sie Dinge bewegt, die jahrelange Gespräche nicht bewegen konnten.
Ich arbeite seit Jahren mit dem Systembrett – sowohl als Coach als auch habe ich es selbst als Klientin erlebt. Und jedes Mal bin ich aufs Neue fasziniert, wie präzise dieses Werkzeug zeigt, was in einem System wirklich los ist. Nicht was wir denken, dass los ist. Sondern was wirklich da ist.
In diesem Artikel erkläre ich dir, was das Systembrett ist, wie es funktioniert – und warum es so tief geht, dass es Energien verändert, die du vielleicht schon dein ganzes Leben mit dir trägst.
„Das Systembrett lügt nicht. Es zeigt, was ist – nicht was sein sollte."– Mara Giannachi
Das Systembrett ist ein Werkzeug aus der systemischen Arbeit. Es besteht aus einer Arbeitsfläche – das kann ein Brett, ein Tisch oder einfach ein freier Raum sein – und Repräsentanten. Das können Holzfiguren sein, Playmobil-Figuren, Steine, Muscheln, Kerzen oder alles, was dir in dem Moment zur Verfügung steht.
Jede Figur steht für eine Person, eine Emotion, ein Thema oder eine Kraft in deinem Leben. Du stellst sie so auf, wie es sich für dich im Moment richtig anfühlt – ohne lange nachzudenken, ohne zu analysieren. Einfach: Wo gehört diese Figur hin?
Was dann entsteht, ist ein Bild. Ein Bild deines Systems. Deiner Familie. Deiner Beziehung. Deines inneren Zustands. Und dieses Bild zeigt oft Dinge, die du mit dem Verstand nie so klar gesehen hättest.
Hier wird es spannend. Denn das Systembrett arbeitet nicht auf der kognitiven Ebene – also nicht dort, wo wir denken, analysieren und erklären. Es arbeitet auf einer tieferen Ebene: der körperlichen, der energetischen, der systemischen.
Wenn du eine Figur aufstellst und sie für deine Mutter steht, dann passiert etwas in dir. Du spürst es. Vielleicht ein Ziehen im Bauch. Vielleicht eine Enge in der Brust. Vielleicht eine plötzliche Wärme oder Kälte. Das ist kein Zufall – das ist dein Nervensystem, das auf die Repräsentation reagiert, als wäre es real.
Unser Körper speichert Beziehungserfahrungen nicht als Erinnerungen – er speichert sie als Empfindungen, als Muster, als Energie. Und genau diese Energie wird durch das Systembrett sichtbar und damit veränderbar.
Ich habe in meiner eigenen Arbeit mit dem Systembrett erlebt, wie sich Energien im Raum buchstäblich verschoben haben – wie eine Figur, die ich für meinen Vater aufgestellt hatte, plötzlich ganz anders stand als ich sie hingestellt hatte. Nicht weil ich sie bewegt hatte. Sondern weil das System sich selbst gezeigt hat.
Ich sage das nicht leichtfertig: Das Systembrett hat in meinem Leben Dinge verändert, die ich vorher für unveränderbar gehalten hatte.
In einer Aufstellung zu einem familiären Thema habe ich zum ersten Mal wirklich gesehen, wie ich unbewusst die Rolle meiner Grossmutter übernommen hatte. Nicht weil mir das jemand gesagt hatte – sondern weil die Figuren es mir gezeigt haben. Die Figur, die für mich stand, war exakt so positioniert wie die Figur für sie. Gleiche Richtung. Gleicher Abstand zu den anderen. Gleiche Energie.
In dem Moment, wo ich das gesehen habe, hat sich etwas in mir gelöst. Nicht dramatisch. Nicht mit Tränen oder grossen Gefühlen. Sondern still. Wie wenn sich ein Knoten löst, den du so lange getragen hast, dass du vergessen hattest, dass er da war.
In partnerschaftlichen Themen zeigt das Systembrett oft, wie viel Raum wir dem anderen geben – oder wie sehr wir ihn auf Distanz halten. Wie wir jemanden aus unserer Vergangenheit in unsere aktuelle Beziehung hineintragen, ohne es zu wissen. Wie Muster aus der Herkunftsfamilie sich in der Partnerschaft wiederholen.
Das Schöne an der Arbeit mit dem Systembrett ist: Du musst das nicht alles verstehen. Du musst es nur sehen. Und dann – Schritt für Schritt – darf sich das System neu ordnen.
„Manchmal braucht es nur eine kleine Verschiebung einer Figur – und der ganze Raum atmet anders."– Mara Giannachi
Die Arbeit mit dem Systembrett ist für dich, wenn du das Gefühl hast, dass du immer wieder an dieselbe Wand läufst – in Beziehungen, in der Familie, im Beruf, mit dir selbst. Wenn du weisst, dass da etwas ist, das du noch nicht ganz siehst. Wenn Gespräche und Analyse allein nicht reichen.
Es ist besonders kraftvoll bei:
Das Systembrett zeigt, was ist. Brain Hacking hilft, es aufzulösen.
Wenn wir in einer Aufstellung ein Muster sehen – zum Beispiel, dass du immer zwischen deinen Eltern stehst und vermittelst – dann ist das Sehen allein oft nicht genug. Das Muster sitzt im Nervensystem. Im Körper. In der Art, wie du auf Konflikte reagierst, bevor du überhaupt nachdenken kannst.
Brain Hacking arbeitet genau dort: direkt mit dem Gehirn und dem Nervensystem. Es löst eingefrorene Reaktionsmuster auf – nicht durch jahrelange Gesprächstherapie, sondern durch gezielte, körperbasierte Arbeit.
Die Kombination aus systemischer Aufstellungsarbeit und Brain Hacking ist das Herzstück meiner Arbeit. Verstehen und Lösen. Sehen und Loslassen. Beides zusammen.
Das Foto oben zeigt eine echte Aufstellung. Playmobil-Figuren und Steine auf einem Holztisch. Keine professionellen Requisiten, keine aufwendige Inszenierung. Und trotzdem – in dieser Aufstellung wurden Dinge sichtbar, die tief sassen. Dinge, die sich verändert haben.
Das Systembrett braucht keine perfekte Ausrüstung. Es braucht Offenheit. Die Bereitschaft, hinzuschauen. Und jemanden, der den Raum hält.
In einem kostenlosen Klärungsgespräch schauen wir gemeinsam, welches Thema bei dir bereit ist, gesehen zu werden – und ob die Arbeit mit dem Systembrett der richtige nächste Schritt für dich ist.
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