Systembrettaufstellung mit Playmobil-Figuren und Steinen – echte Aufstellungsarbeit von Mara Giannachi
Transformation & Heilung · Systemisches Coaching

Familienaufstellung mit dem Systembrett – wenn Figuren zeigen, was Worte nicht können

Mara Giannachi
Mara Giannachi
15. Mai 2026 · Transformation Coach & Live Coach Schweiz

Das Foto, das du oben siehst, ist kein Kunstprojekt. Es ist eine echte Aufstellung – mit Playmobil-Figuren, Steinen und einem Holztisch. Und trotzdem – oder gerade deshalb – hat sie Dinge bewegt, die jahrelange Gespräche nicht bewegen konnten.

Ich arbeite seit Jahren mit dem Systembrett – sowohl als Coach als auch habe ich es selbst als Klientin erlebt. Und jedes Mal bin ich aufs Neue fasziniert, wie präzise dieses Werkzeug zeigt, was in einem System wirklich los ist. Nicht was wir denken, dass los ist. Sondern was wirklich da ist.

In diesem Artikel erkläre ich dir, was das Systembrett ist, wie es funktioniert – und warum es so tief geht, dass es Energien verändert, die du vielleicht schon dein ganzes Leben mit dir trägst.

„Das Systembrett lügt nicht. Es zeigt, was ist – nicht was sein sollte."
– Mara Giannachi

Was ist das Systembrett überhaupt?

Das Systembrett ist ein Werkzeug aus der systemischen Arbeit. Es besteht aus einer Arbeitsfläche – das kann ein Brett, ein Tisch oder einfach ein freier Raum sein – und Repräsentanten. Das können Holzfiguren sein, Playmobil-Figuren, Steine, Muscheln, Kerzen oder alles, was dir in dem Moment zur Verfügung steht.

Jede Figur steht für eine Person, eine Emotion, ein Thema oder eine Kraft in deinem Leben. Du stellst sie so auf, wie es sich für dich im Moment richtig anfühlt – ohne lange nachzudenken, ohne zu analysieren. Einfach: Wo gehört diese Figur hin?

Was dann entsteht, ist ein Bild. Ein Bild deines Systems. Deiner Familie. Deiner Beziehung. Deines inneren Zustands. Und dieses Bild zeigt oft Dinge, die du mit dem Verstand nie so klar gesehen hättest.

Warum geht es so tief – und was hat das mit Energie zu tun?

Hier wird es spannend. Denn das Systembrett arbeitet nicht auf der kognitiven Ebene – also nicht dort, wo wir denken, analysieren und erklären. Es arbeitet auf einer tieferen Ebene: der körperlichen, der energetischen, der systemischen.

Wenn du eine Figur aufstellst und sie für deine Mutter steht, dann passiert etwas in dir. Du spürst es. Vielleicht ein Ziehen im Bauch. Vielleicht eine Enge in der Brust. Vielleicht eine plötzliche Wärme oder Kälte. Das ist kein Zufall – das ist dein Nervensystem, das auf die Repräsentation reagiert, als wäre es real.

Unser Körper speichert Beziehungserfahrungen nicht als Erinnerungen – er speichert sie als Empfindungen, als Muster, als Energie. Und genau diese Energie wird durch das Systembrett sichtbar und damit veränderbar.

Ich habe in meiner eigenen Arbeit mit dem Systembrett erlebt, wie sich Energien im Raum buchstäblich verschoben haben – wie eine Figur, die ich für meinen Vater aufgestellt hatte, plötzlich ganz anders stand als ich sie hingestellt hatte. Nicht weil ich sie bewegt hatte. Sondern weil das System sich selbst gezeigt hat.

Was das Systembrett sichtbar macht

Versteckte Loyalitäten: Warum du immer wieder dieselben Muster in Beziehungen wiederholst – obwohl du es eigentlich nicht willst.
Energetische Verstrickungen: Wo du Energie für andere trägst, die eigentlich nicht dir gehört – und die dich erschöpft, ohne dass du weisst warum.
Ausgeschlossene Personen: Wer in deinem Familiensystem keinen Platz hatte – und wie das dein Leben heute noch beeinflusst.
Ressourcen und Kraft: Wo in deinem System Kraft und Unterstützung schlummern, die du noch nicht nutzt.

Wie das Systembrett familiäre und partnerschaftliche Probleme lösen kann

Ich sage das nicht leichtfertig: Das Systembrett hat in meinem Leben Dinge verändert, die ich vorher für unveränderbar gehalten hatte.

In einer Aufstellung zu einem familiären Thema habe ich zum ersten Mal wirklich gesehen, wie ich unbewusst die Rolle meiner Grossmutter übernommen hatte. Nicht weil mir das jemand gesagt hatte – sondern weil die Figuren es mir gezeigt haben. Die Figur, die für mich stand, war exakt so positioniert wie die Figur für sie. Gleiche Richtung. Gleicher Abstand zu den anderen. Gleiche Energie.

In dem Moment, wo ich das gesehen habe, hat sich etwas in mir gelöst. Nicht dramatisch. Nicht mit Tränen oder grossen Gefühlen. Sondern still. Wie wenn sich ein Knoten löst, den du so lange getragen hast, dass du vergessen hattest, dass er da war.

In partnerschaftlichen Themen zeigt das Systembrett oft, wie viel Raum wir dem anderen geben – oder wie sehr wir ihn auf Distanz halten. Wie wir jemanden aus unserer Vergangenheit in unsere aktuelle Beziehung hineintragen, ohne es zu wissen. Wie Muster aus der Herkunftsfamilie sich in der Partnerschaft wiederholen.

Das Schöne an der Arbeit mit dem Systembrett ist: Du musst das nicht alles verstehen. Du musst es nur sehen. Und dann – Schritt für Schritt – darf sich das System neu ordnen.

„Manchmal braucht es nur eine kleine Verschiebung einer Figur – und der ganze Raum atmet anders."
– Mara Giannachi

Wie eine Systembrett-Sitzung mit mir abläuft

1
Ankommen und Thema klärenWir nehmen uns Zeit, um zu verstehen, was dich wirklich beschäftigt. Nicht die Oberfläche – sondern das, was darunter liegt. Oft ist das Thema, mit dem jemand kommt, nicht das eigentliche Thema.
2
Aufstellen ohne NachdenkenDu stellst die Figuren auf – intuitiv, ohne zu analysieren. Dein Körper weiss, wo sie hingehören. Wir vertrauen dem.
3
Das Bild lesenGemeinsam schauen wir, was das Bild zeigt. Wer steht zu wem? Wer schaut weg? Wer ist ausgeschlossen? Was fehlt? Was ist zu nah, was zu weit?
4
Bewegung und LösungWir beginnen, das System zu bewegen. Figuren werden verschoben. Neue werden hinzugefügt. Ausgeschlossene dürfen zurückkehren. Das System darf sich neu ordnen.
5
IntegrationWas du im Bild gesehen hast, darf in deinen Körper sinken. Keine Hausaufgaben, kein Druck. Nur: Was hat sich verändert? Was nimmst du mit?

Für wen ist die Arbeit mit dem Systembrett?

Die Arbeit mit dem Systembrett ist für dich, wenn du das Gefühl hast, dass du immer wieder an dieselbe Wand läufst – in Beziehungen, in der Familie, im Beruf, mit dir selbst. Wenn du weisst, dass da etwas ist, das du noch nicht ganz siehst. Wenn Gespräche und Analyse allein nicht reichen.

Es ist besonders kraftvoll bei:

Wiederkehrenden Mustern in Beziehungen (immer dieselben Konflikte, immer dieselben Typen)
Schwierigen Familiendynamiken (Distanz, Konflikte, Ausschluss, Verlust)
Partnerschaftlichen Themen (Nähe und Distanz, Vertrauen, Bindungsangst)
Dem Gefühl, etwas von den Vorfahren zu tragen (Schuld, Scham, Trauer, Angst)
Entscheidungen, die sich blockiert anfühlen – obwohl du rational weisst, was du willst

Systemisches Coaching und Brain Hacking – warum ich beides kombiniere

Das Systembrett zeigt, was ist. Brain Hacking hilft, es aufzulösen.

Wenn wir in einer Aufstellung ein Muster sehen – zum Beispiel, dass du immer zwischen deinen Eltern stehst und vermittelst – dann ist das Sehen allein oft nicht genug. Das Muster sitzt im Nervensystem. Im Körper. In der Art, wie du auf Konflikte reagierst, bevor du überhaupt nachdenken kannst.

Brain Hacking arbeitet genau dort: direkt mit dem Gehirn und dem Nervensystem. Es löst eingefrorene Reaktionsmuster auf – nicht durch jahrelange Gesprächstherapie, sondern durch gezielte, körperbasierte Arbeit.

Die Kombination aus systemischer Aufstellungsarbeit und Brain Hacking ist das Herzstück meiner Arbeit. Verstehen und Lösen. Sehen und Loslassen. Beides zusammen.

Das Foto oben zeigt eine echte Aufstellung. Playmobil-Figuren und Steine auf einem Holztisch. Keine professionellen Requisiten, keine aufwendige Inszenierung. Und trotzdem – in dieser Aufstellung wurden Dinge sichtbar, die tief sassen. Dinge, die sich verändert haben.

Das Systembrett braucht keine perfekte Ausrüstung. Es braucht Offenheit. Die Bereitschaft, hinzuschauen. Und jemanden, der den Raum hält.

💚

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